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Gemeinde Denzlingen
Hauptstraße 110
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Aktuelles von Ihrem Bürgermeister Fabian Nitz

Direkt aus dem Rathaus - 2. Bericht des Bürgermeisters

Spatenstich der Erschließungsmaßnahmen des ersten Bauabschnitts des Neubaugebiets Käppelematten mit Nahwärmenetz (19.06.2026)Ein Jahr im Amt
Vor einem Jahr fanden die Vereidigung und Verpflichtung des neuen Denzlinger Bürgermeisters statt. Seitdem war für mich kaum ein Tag wie der andere. Zwischen Gremiensitzungen, Baustellenbesuchen, Vereinsfesten, Schulterminen und vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern habe ich vor allem eines erlebt: Denzlingen ist eine Gemeinde, die anpacken kann. Vieles gelingt nur, weil sich Menschen mit Ideen, Zeit und Herzblut einbringen. Dafür möchte ich mich vorneweg bedanken.

Bildung, Sport und Gemeinschaft
Unser Stadtpark entwickelt sich immer mehr zu einer echten Hauptschlagader für Sport, Freizeit, Kultur und Bildung. Mit der Einweihung der neuen Beachvolleyball- und Beachhandballanlage ist ein weiterer Baustein hinzugekommen. Es ist schön zu sehen, wie dieser Bereich genutzt wird – von Jung und Alt gleichermaßen.

Auch im Höfle ist wieder Leben eingekehrt – zumindest zeitweise. Ob Konzert, gemeinsame Vesper oder der Lebendige Adventskalender: Solche Veranstaltungen zeigen, wie wichtig Orte der Begegnung sind. Wer Initiative für einen Ort übernimmt verdient Unterstützung. Parallel dazu arbeiten wir weiter daran, für den Mauracher Hof einen geeigneten Partner zu finden, um das Gebäude behutsam zu modernisieren und eine nachhaltige permanente gewerbliche Nutzung sicherzustellen.

Ein weiteres Beispiel für frischen Schwung war der Ideenabend des Erasmus-Gymnasiums. Angeleitet von der neuen Schulleitung und dem Kollegium wurden neue und kreative Ansätze gesammelt, bspw. für den Sportbereich. Die Mountainbikerinnen und Mountainbiker des Seminarkurses haben zum Beispiel eindrucksvoll bewiesen: Mit einem guten Plan, Ausdauer und Teamgeist lassen sich auch hohe Berge erklimmen.

Für einige junge Familien des Bauernhofkindergartens „Lerchenkinder“ konnten wir den bestehenden Standort beim Südhof sichern. Gleichzeitig hat sich die Ruth-Cohn-Schule erfolgreich im neuen Schulgebäude eingelebt – ein wichtiger Schritt für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte.

Eine emotionale, aber notwendige Entscheidung war der Beschluss zum Abriss der Alten Schule. Die Bauverwaltung koordiniert den schrittweisen Rückbau gemeinsam mit dem Regierungspräsidium. Ganz verschwindet das Gebäude allerdings nicht: Mit der Aktion „Schule zum Mitnehmen“ erhalten Vereine sowie öffentliche Einrichtungen aus Denzlingen, Vörstetten und Reute die Möglichkeit, noch nutzbare Einrichtungsgegenstände weiterzuverwenden. So lebt ein kleines Stück der Alten Schule an vielen Orten weiter.

Nach den Sommerferien begrüßen wir unsere neuen Azubis im Rathaus. Dann beginnt auch der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Ich wünsche an dieser Stelle der AWO und allen Beteiligten einen erfolgreichen Start. Liebe Eltern, ich bitte Sie um etwas Geduld und Verständnis, bis sich die neuen Abläufe eingespielt haben.

Auch für den FC Denzlingen konnten wichtige Entscheidungen getroffen werden. Der Pachtvertrag wurde verlängert, und noch in diesem Jahr wird der Kunstrasenplatz erneuert. Der Verein realisiert dieses Projekt mithilfe der Gemeinde und dem Badischen Sportbund und einem eigenen Spendenaufruf – gerne beteiligen.

Beeindruckend war auch die Resonanz auf den Spendenaufruf für den Waldspielplatz. Rund 25.000 Euro konnten gesammelt werden. Mein herzlicher Dank gilt auch hier allen Spenderinnen und Spendern. Einfach spitze!
Gleichermaßen gilt unser Dank allen Engagierten und Ehrenamtlichen, die Feste organisieren, Proben koordinieren, Trainingspläne schreiben und dadurch sicherstellen, dass unsere Gemeinde in Schwung bleibt.

Eine lebendige Ortsmitte
Direkt nach den Sommerferien geht es schwungvoll in der Rosenstraße weiter. Hier startet unser Projekt „Lebendige Ortsmitte“. Der Auftakt erfolgt am 19. September in der Rosenstraße mit einem kulturellen Feuerwerk an Aktionen. In den folgenden drei Monaten möchten wir gemeinsam ausprobieren, wie sich unsere Ortsmitte noch attraktiver gestalten lässt.

Den Abschluss bildet der traditionelle Denzlinger Weihnachtsmarkt. Bis dahin hoffen wir nicht nur auf viele gute Erfahrungen, sondern auch darauf, dass sich die Temperaturen wieder etwas mehr nach Glühwein als nach Sonnencreme anfühlen.
Ein besonderes Projekt wird während der drei Monate ein Graffiti-Kunstwerk sein, das gemeinsam mit der im vergangenen Winter eröffneten Oberschule unserer Partnergemeinde Arnsdorf in Sachsen entsteht. Kunst im öffentlichen Raum kann Orte verändern und Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

Ein weiterer Höhepunkt wird das 15-jährige Jubiläum unserer Partnerschaft mit Polen sein, das wir mit Ihnen gemeinsam in der Ortsmitte feiern werden. Gerade in einer Zeit, in der Europa vor großen Herausforderungen steht, zeigen kommunale Partnerschaften, dass Europa nicht in Brüssel beginnt, sondern vor Ort – in den Städten und Gemeinden. Mein herzlicher Dank gilt allen Partnerschaftskomitees, die diese Begegnungen mit großem Engagement ermöglichen – oft seit über 50 Jahren.

Käppelematten
Eine weitere Etappe für unser klimaneutrales Quartier haben wir dieses Frühjahr mit der gemeinsamen Gründung der Nachwärmegesellschaft mit der DEnG gemeistert. Die neuen Geschäftsführer arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung des Nahwärmenetzes und der Gemeinderat hat inzwischen den finalen Standort für die dazugehörige Heizzentrale am Leichtathletikstadion beschlossen.

Überhaupt nimmt Käppelematten immer mehr Gestalt an – oder, um es etwas einfacher zu sagen: Die Bagger rollen. Dass die Glottertalstraße dafür vorübergehend gesperrt werden muss, ist verständlich. Wir schaffen dort dringend benötigte Wohnungen für Denzlingen. Mithilfe eines breiten Beteiligungsprozess in der ersten Jahreshälfte 2026 geht es jetzt mit der Vermarktung der Grundstücke weiter. Die Bewerbungsphase für die Grundstücke läuft noch bis zum 4. Dezember.

Die neue Nachbarschaft auf den Käppelematten wird Denzlingen in den kommenden Jahren nicht nur räumlich erweitern, sondern auch noch enger zusammenwachsen lassen.

Das Zusammenwachsen benötigt eine gute Mischung an unterschiedlichen Wohnformen. Eine Zutat ist das kommunale Engagement. Die steigenden Baukosten, der knappe Wohnraum und ein sorgsamer Umgang mit unseren Flächen machen deutlich: Bezahlbares Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit.

Gemeinden können dabei einen wichtigen Beitrag leisten indem sie neue Nachbarschaften entwickeln, gute Lösungen für den Bestand erarbeiten und Innovationen fördern, beispielsweise durch die Konzeptvergabe von Grundstücken. Gleichzeig kann die Kommune auch selbst ihren Wohnungsbestand erweitern. Ich wage mich zu behaupten, dass die Kommunalpolitik von übermorgen, 40 Jahre in der Zukunft, uns für ein beherztes Investment in den kommunalen Wohnraum danken wird.

Einen nächsten Schritt gehen wir bereits heute mit dem sogenannten „Herbolzheimer Modell“ in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Emmendingen. Ein bestehendes kommunales Wohngebäude soll saniert und für einen fest vereinbarten Zeitraum an das Landratsamt vermietet werden. Das bietet Planungssicherheit und schafft Wohnraum im Bestand.

Zukunftsfähiger Gemeindeverwaltungsverband
Auch in unserem Gemeindeverwaltungsverband mit Reute und Vörstetten hat sich viel bewegt. Seit einem knappen Jahr vertrete ich den Verband als Vorsitzender. Mein Kollege aus Vörstetten, Kevin Schüller, ist seit rund acht Monaten in sein Bürgermeisteramt gestartet.

In Reute wird es voraussichtlich im Herbst einen weiteren Wechsel an der Spitze der Gemeinde geben. Dieser personelle Wechsel in unserem Verband und die Notwendigkeit von Verwaltungsreformen in allen Ebenen unseres Staats sind Anlass strukturelle Anpassungen vorzunehmen.

Zum Jahreswechsel wird das Rechnungsamt aus Reute an den Verbandsstandort nach Denzlingen verlagert. Weitere Aufgaben der Bauverwaltung von Vörstetten wurden bereits nach Denzlingen zentralisiert. Während in Stuttgart über interkommunale Kooperationen diskutiert wird, zeigen diese Beispiele, dass unser Gemeindeverwaltungsverband dieses Prinzip bereits seit über fünf Jahrzehnten erfolgreich lebt.

Neben den klassischen Verwaltungsaufgaben gab es im Verband zahlreiche schöne Anlässe zum Feiern: das 1.250-jährige Jubiläum der Gemeinde Reute, oder bspw. das 100-jährige Bestehen der Neuapostolischen Kirche in Denzlingen und in wenigen Wochen das traditionsreiche Gumbiswinkelfest in Vörstetten.

Blick nach vorne – Gemeinsam das Fernlicht anschalten
Nach einem Jahr im Amt ist für mich klar: Kommunalpolitik darf sich nicht nur mit dem Tagesgeschäft beschäftigen. Schlaglöcher müssen repariert und Haushalte aufgestellt sein – keine Frage. Aber wir müssen gleichzeitig den Blick nach vorne richten. Ich nenne das gerne: „das Fernlicht anschalten“.

Mit dem Stichwort „Denzlingen 2040“ wollen wir gemeinsam Ideen entwickeln, wie unsere Gemeinde in den nächsten Jahren aussehen soll. Welche Projekte sind wichtig? Welche Veränderungen brauchen wir? Und was macht Denzlingen auch für kommende Generationen lebenswert?

Daher ist es wichtig, Prioritäten zu setzen und transparent zu entscheiden. Nicht alles kann gleichzeitig umgesetzt werden. Zukünftig werden wir daher über folgende Maßnahmen beraten:
  • die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes,
  • die Entwicklung der Glotter, insbesondere im Bereich des Festplatzes,
  • die Standortentscheidung für eine neue Turnhalle der Grundschule in der Hauptstraße,
  • den Bauhof,
  • die Sanierung der Stuttgarter Straße,
  • Ideen für das Kauftreff-Areal sowie
  • die Verfügbarkeit von Räumen für Vereine, Kultur und soziale Einrichtungen.
Erfreuliche Nachrichten gibt es bereits heute: Die Kanalsanierung schreitet gut voran, weitere LED-Straßenleuchten werden installiert und die umfangreichen Arbeiten in der Vörstetter Straße nähern sich ihrem Ende zu. Viele Verkehrsteilnehmer werden sich darüber vermutlich genauso gefreut haben, wie die Anwohner in der Hauptstraße.

Auch finanziell zeichnet sich eine vorsichtig positive Entwicklung ab. Zwar sind wir mit einem Defizit von rund elf Millionen Euro in das Haushaltsjahr gestartet, gleichzeitig entwickeln sich die Gewerbesteuereinnahmen derzeit erfreulicher als im Haushaltsplan angenommen. Unser Ziel bleibt dennoch weiterhin Investitionen dort zu tätigen, wo sie langfristig den größten Nutzen für unsere Gemeinde bringen.

Für die kommenden Projekte ist es uns als Gemeindeverwaltung ein Anliegen, den Dialog weiter zu leben. Gute Kommunalpolitik entsteht nicht allein im Rathaus oder im Gemeinderat. Sie lebt vom Gespräch, von unterschiedlichen Perspektiven und vom Mitmachen.

Deshalb haben wir verschiedene Möglichkeiten geschaffen, sich einzubringen. Über unseren neuen Instagram-Kanal und das neue Erscheinungsbild der Gemeinde gibt es einen direkten digitalen Draht ins Rathaus. Mit Ausstellungen – beispielsweise im Storchenturm – schaffen wir Raum für Ideen und neue Blickwinkel. Das Schwarze Brett zur BauBörse Käppelematten informiert transparent und vernetzt gleichzeitig Bauwillige. Einmal im Monat laden wir zur Bürgersprechstunde ein und selbstverständlich besteht auch in jeder Gemeinderatssitzung die Möglichkeit, Fragen direkt an Verwaltung und Gemeinderat zu richten.

Klimaanpassung beginnt vor Ort
Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregen werden uns künftig häufiger begleiten. Deshalb müssen wir unsere Gemeinde Schritt für Schritt anpassen.

Dabei geht es um grüne und blaue Infrastruktur: Bäume pflanzen, Flächen entsiegeln, Wasser speichern und unsere Orte widerstandsfähiger machen. Das ist eine gemeinsame Aufgabe – für die Gemeinde ebenso wie in jedem Garten. Auch wenn aktuell Hochkonjunktur für Klimageräte ist, wird die Technik alleine nicht ausreichen. Bitte bleiben Sie insbesondere während der heißen Monate wachsam und geben auf Ihre Nachbarn und Mitmenschen acht.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich Kommunen auf neue Herausforderungen einstellen müssen und ihre Fähigkeiten im Krisenmanagement festigen. Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht, unsere Strukturen zu prüfen und ggf. zu ergänzen. Vielen Dank an alle Beteiligten bei der Erstellung des Alarm- und Einsatzplanes sowie dem Aufbau eines kommunalen Krisenmanagements für Denzlingen. Direkte Unterstützung für die Blaulichtfamilie gab es unter anderem durch einen Zuschuss für den Digitalfunk des Deutschen Roten Kreuzes sowie die Beschaffung eines neuen Kommandowagens für die Freiwillige Feuerwehr Denzlingen.

Trotz der anhaltenden Trockenheit bleibt die Trinkwasserversorgung im Gebiet des Wasserversorgungsverbands Mauracher Berg gesichert. Die Nutzung von Oberflächenwasser bleibt hingegen auf Rechtsverordnung des Landratsamts untersagt.

Welche langfristigen Lösungen wir mit einem ganz besonderen Gewässer in unserer Gemeinde finden werden, bleibt indes offen. Wir haben uns im Gemeinderat mehrheitlich dazu entschieden, den Status Quo am KuB-See beizubehalten.

Mit Spannung erwarten wir außerdem den Abschlussbericht zum Landeswettbewerb „Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2035“. Schon heute zeigt sich jedoch: Die Energiewende bleibt anspruchsvoll. Der künftige Strombedarf wird sich allein durch die geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlagen nicht decken lassen. Auch hier brauchen wir neue Ideen, bspw. regionale Kooperationen bei der Windkraft, um bilanziell bis 2035 auf „Null“ zu kommen. An dieser Stelle möchte Ich Sie einladen, sich im Klimaschutzbeirat einzubringen. Im neuen Jahr wollen wir auch hier das Fernlicht anschalten.

Zum Schluss
In meinem ersten Amtsjahr durfte ich viele Unternehmen, Vereine, Kirchengemeinden, Schulen, das Seniorenzentrum und Kindertageseinrichtungen besuchen. Und wir können uns auf eine leistungsfähige Gemeindeverwaltung verlassen. Vielen Dank an das gesamte Rathaus-Team. Diese Begegnungen und die Zusammenarbeit zeigen wie viel Leben und Energie in Denzlingen stecken.

Beim Wirtschaftsnetzwerk erzählte der ehemalige Fußballprofi Nils Petersen, dass er ursprünglich nie Profifußballer werden wollte. Entscheidend war seine Leidenschaft für den Sport. Diese Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht. Auch ich hatte lange nicht den Plan, Bürgermeister zu werden. Heute bin ich sehr dankbar, dieses Amt für Denzlingen ausüben zu können. Es ist eine erfüllende Aufgabe, gemeinsam mit Menschen die Lebensqualität in unserer Gemeinde zu sichern und Denzlingen fit für die Zukunft zu machen.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen, Ihre Offenheit und Ihre Bereitschaft, unsere Gemeinde aktiv mitzugestalten.

Ihr
Fabian Nitz
Bürgermeister

06.08.2026

PS: Fortsetzung folgt.

Direkt aus dem Rathaus - 1. Bericht des Bürgermeisters

Denzlinger Bürgermeister Fabian Nitz an seinem Schreibtisch im Rathaus Denzlingen. Foto: Gemeinde Denzlingen„Gute Politik ist, nicht mehr zu versprechen, sondern sich an der richtigen Stelle einzuschränken – und das ehrlich und transparent.“ – Fabian Nitz

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Transparenz ist die Basis für ein gutes Miteinander. Deshalb möchte ich Ihnen heute persönlich berichten, woran mein Team und ich gerade arbeiten. Sie erhalten einen Einblick in laufende Projekte, anstehende Entscheidungen und meinen Arbeitsalltag als Ihr Bürgermeister.

Einzug ins Rathaus: Bestandsaufnahme und Erneuerung

Die ersten Monate im Amt waren geprägt von einem tiefen Eintauchen in das komplexe Gefüge unserer Verwaltung. Dabei durfte ich ein hochmotiviertes und engagiertes Team kennenlernen. Mein Ziel war und ist es, Prozesse zu schärfen und, wo nötig, Veränderungen anzustoßen, damit wir als Verwaltung schlagkräftig bleiben.
Dabei war von Anfang an klar, dass die Ausgangslage herausfordernd ist: Wir stehen vor einem erheblichen Haushaltsdefizit. Das zwingt uns dazu, Prioritäten klar zu setzen. Ich sehe in Denzlingen großes Potenzial, und ich habe eine Vielzahl begonnener Projekte vorgefunden. Nun geht es darum, diese Vorhaben trotz der engen finanziellen Spielräume mit neuem Schwung weiterzuführen. Meine Devise: Gute Politik ist, nicht mehr zu versprechen, sondern sich an der richtigen Stelle auch einzuschränken zu können – und das ehrlich, transparent und im Dialog. Vor diesem Hintergrund ist unsere Aufgabe, bestehende Strukturen und Angebote zu prüfen und neu zu denken. Gemeinsam mit dem Gemeinderat haben wir uns dieser Herausforderung in den letzten sechs Monaten gestellt.

AIV – wichtige Anlaufstelle im Wandel

Ein besonderes Augenmerk lag in den vergangenen Monaten auf der Zukunft der AIV – der Anlauf-, Informations- und Vermittlungsstelle für ehrenamtliches Engagement in Denzlingen. Mit dem Eintritt einer langjährigen Mitarbeiterin in den wohlverdienten Ruhestand fiel vergangenen Dezember ein personeller Umbruch zeitlich mit meinem Amtsantritt als Bürgermeister zusammen. Zusätzlich befand sich die Gemeinde mitten in den Haushaltsberatungen. Vor dem Hintergrund eines aktuellen Defizits von rund 11 Millionen Euro waren wir gefordert, alle Aufgabenbereiche ergebnisoffen zu prüfen.

Ohne Denkverbote wurde in allen Ämtern und Abteilungen analysiert, wo Einsparpotenziale bestehen. Dies betraf unterschiedliche Bereiche – von Spielflächen über die Sauna bis hin zum KuB See – und eben auch den Umfang der Personalressourcen für die AIV. Zwischenzeitlich kamen Gerüchte auf, die AIV solle geschlossen werden. Dies war zu keinem Zeitpunkt Beschlusslage. Umso mehr haben wir begrüßt, dass sich engagierte Bürgerinnen und Bürger an die Verwaltung gewandt haben, um gemeinsam über ein tragfähiges Konzept für die AIV zu diskutieren. Meinen besonderen Dank richte ich an Sieglinde Bock, Gisela Schütz, Gerlinde Höra und Silvia Krepper-Remmert für unsere konstruktiven Gespräche. Am 21. April stellen wir dem Gemeinderat das neue Konzept für die AIV vor.

Schwierige Abwägung: Sauna im MACH‘ BLAU Sport & Familienbad

Intensiv beschäftigen wir uns derzeit mit der Zukunft der Sauna im MACH‘ BLAU Sport & Familienbad und stehen vor der schwierigen Abwägung zwischen Schließung und Erhalt. Wir dürfen die Augen vor der wirtschaftlichen Realität – einem jährlichen Defizit im sechsstelligen Bereich – nicht verschließen. Darum haben wir Lösungsvorschläge und Ideen gesammelt, die wir prüfen.

See am Kultur & Bürgerhaus

Auch hinsichtlich des Sees am Kultur & Bürgerhaus stehen Entscheidungen an. Wir können es uns nicht leisten, weiterhin Geld in Maßnahmen zu stecken, die keine dauerhafte Lösung versprechen. In der vergangenen Woche haben wir im Gemeinderat die nackten Zahlen des technischen Gutachtens dargestellt. Mir ist wichtig, dass wir hier eine ehrliche Entscheidung treffen, die finanziell verantwortbar ist und dennoch die Aufenthaltsqualität am Kultur & Bürgerhaus langfristig sichert. Jetzt sind die Architekten und Urheber gefragt, gemeinsam mit der Verwaltung pragmatische Lösungen zu erarbeiten.

Bildung ist Zukunft

Im Bildungszentrum hat sich in den letzten Monaten viel bewegt. Wir haben ein neues Schulgebäude für die Ruth-Cohn-Schule eingeweiht, einen neuen Schulleiter für das Erasmus-Gymnasium begrüßt und eine neue Ganztagsbetreuung für Schulkinder auf die Beine gestellt, die im Herbst anläuft. Und es geht weiter: Wir beschäftigen uns mit der Schülermensa im Zusammenhang mit dem Teilabriss der alten Schulgebäude, mit der Neugestaltung des Schulhofs der Grundschule Brückleacker und mit den dringend sanierungsbedürftigen Sporthallen in der Stuttgarter Straße und der Mühlengasse.

Denzlingen wächst: Vermarktungsauftakt für Neubaugebiet „Käppelematten“

Ein Herzstück unserer aktuellen Ortsentwicklung ist das Neubaugebiet „Käppelematten“. Hier schaffen wir dringend benötigten Wohnraum – allein im ersten Bauabschnitt entstehen rund 225 Wohneinheiten.
Nach intensiver Vorbereitung biegen wir nun auf die Zielgerade ein: Der Vermarktungsprozess für die Baugrundstücke startet im Juli 2026. Für alle Interessierten bieten wir am 17. April und am 6. Mai jeweils um 17:30 Uhr Informationsveranstaltungen im Kultur & Bürgerhaus an.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Trotz aller Herausforderungen blicke ich, blicken wir, mit Zuversicht auf die kommenden Jahre mit spannenden Projekten wie die Weiterentwicklung unserer Ortsmitte, neue Bildungsangebote oder große Vorhaben wie der Ausbau der Rheintalbahn: Denzlingen hat Zukunft!

Ihr
Fabian Nitz
Bürgermeister

04.04.2026

PS: Fortsetzung folgt.

Antrittsgruß - 4. August 2025

Bürgermeister Fabian Egle in blauem Anzug mit dunkelroter KrawatteLiebe Denzlingerinnen und Denzlinger,

es ist mir eine große Freude und Ehre, mich heute als Ihr Bürgermeister an Sie wenden zu dürfen. Gemeinsam schlagen wir nun ein neues Kapitel für Denzlingen auf – mit frischen Ideen, voller Energie und mit dem Blick nach vorn.
Eine Gemeinschaft lebt vom Miteinander, vom Austausch und dem Mut, gemeinsam etwas zu bewegen. Auf dieses lebendige Miteinander freue ich mich sehr und bin voller Tatendrang, gemeinsam unsere Gemeinde weiterzuentwickeln, neue Wege zu gehen und die Herausforderungen anzupacken. Mein Ziel dabei ist klar: Es soll Ihnen, den Menschen hier in Denzlingen, gut gehen.

Lassen Sie uns zusammen die Zukunft gestalten: offen für neue Ideen und mit der Bereitschaft für Veränderungen – immer im Bewusstsein, dass wir die Dinge am besten Schulter an Schulter meistern. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Engagement, Schwung und Zuversicht viel erreichen können.

Ich freue mich auf zahlreiche Begegnungen mit Ihnen, spannende Gespräche und darauf, unser Denzlingen im Sinne aller zu gestalten.

Vielen Dank für das Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben.

Ihr Fabian Nitz
Bürgermeister
Kontakt:
Rathaus Denzlingen, Hauptstraße 110, 79211 Denzlingen
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